Die 4 größten Billardspieler aller Zeiten

Sie sind großartige Legenden und haben ihr Leben dem Billard verschrieben. Ob sie die besten Billardspieler der Welt oder aller Zeiten sind – unvergessen sind sie allemal. Die meisten Weltmeistertitel, der weltbeste Spieler, der jüngste Weltmeister: Diese Billardspieler spielten in der Oberliga und sammelten Titel und Superlative. So machten sie zu ihrer Zeit Billard berühmt und beliebt. Hätte es damals schon Sponsorenverträge für die Spieler und Sportwetten oder Onlinecasinos wie das Mr. Green Casino für die Fans gegeben, hätten alle wenigstens eine Chance auf Reichtum gehabt. So jedoch siegten die historischen Spieler nur mit viel Leidenschaft und Liebe zum Billard – denn sie hatten in den meisten Fällen keine Vergütung und mussten sich und ihren Sport selbst finanzieren.

1. René Vingerhoedt – jüngster Weltmeister im Billard-Artistique

Am 29 Oktober 1921 kam René Vingerhoedt in Antwerpen zur Welt – scheinbar gleich mit einem Billard-Gen. Anders lässt sich kaum erklären, dass er im Jahr 1939 seine erste Billard-Artistique-Weltmeisterschaft gewann – mit zarten 17 Jahren. Bis heute hält er den Titel als jüngster Weltmeister aller Zeiten. Jahrzehntelang dominierte er die Billardgemeinde. 1952 durchbrach er als Erster die Schallgrenze des Generaldurchschnitts von 1,0 GD bei der Europameisterschaft. In Buenos Aires holte er sowohl 1948 als auch 1960 den Weltmeistertitel im Dreiband. 22-mal wurde Vingerhoedt Europameister in den Disziplinen Billard-Artistique, Einband, Dreiband, Cadre und Kunststoß.

2. Raymond Ceulemans – belgische Karambolage Legende

1937 erblickte Raymond Ceulemans am 12. Juli im belgischen Lier das Licht der Welt. Bereits mit sieben Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Kugeln. Mit 23 Jahren gewann er im Jahr 1961 die nationale Meisterschaft im Dreiband. Damit begann sein Siegeszug. Im Jahr darauf erlangte er den Titel des Europameisters und im Jahr 1963 gewann er die Weltmeisterschaft – die erste von 33. 61 nationale Siege und 44 Europameister-Titel krönten diese grandiose Billardkarriere. Raymond Ceulemans prägte 40 Jahre lang nach René Vingerhoedt die Billardszene maßgeblich und erhielt zu recht den Titel als „weltbester Karambolage-Billardspieler aller Zeiten“.

3. Joe Davis – Initiator der ersten Snooker-WM

Im Hotel seiner Eltern in Whittington Moors begann der am 15. April 1901 geborene Brite Joe Davis seine Karriere. Früh zeigte sich sein Talent, denn mit 12 Jahren erreichte er bereits eine Serie von 100. 1927 organisierte er die erste Weltmeisterschaft im Snooker mit und gewann sie dann gleich 15-mal in Folge – ungeschlagen. Davis trat 1946 freiwillig von der Weltmeisterschaft zurück und hält bis heute den Titelrekord unangefochten. Joe Davis wurde als Erster Snookerspieler in die Snooker Hall of Fame aufgenommen.

4. Willy Hoppe – Billiards Digest Nr. 1

Der Amerikaner William Frederick Hope wurde am 11. Oktober 1887 in Cornwall-on-Hudson im Staat New York geboren. Von seinem Vater lernte er Billardspielen und erhielt Unterricht von niemand geringerem als „The Wizard“ Jacob Schaefer Senior. Obwohl Willy seinen Lehrer nie besiegen konnte, erhielt er 1906 mit 18 Jahren seinen ersten Weltmeistertitel im Cadre. Sein Rekord aus diesem Titelkampf hielt 20 Jahre. 1911 gab es einen Schaukampf vor Präsident Taft – dem einzigen in der Geschichte des Weißen Hauses. Insgesamt 51 Weltmeistertitel errang Willy Hoppe im Cadre und Dreiband. 1966 erhielt Willy „The King“ posthum seinen Platz in der Hall of Fame des Billiard Congress of America.  Billiards Digest setzte ihn sogar auf Platz 1 der 50 besten Spieler des Jahrhunderts.