Die Snooker-Saison 2018 verspricht Hochspannung

Auch das Jahr 2018 verspricht Freunden des Snooker-Sports wieder so manches Highlight. Es stellt sich nicht nur die Frage, ob sich Mark Selby bei den Weltmeisterschaften den dritten Titel in Folge sichern kann. Spannend wird auch zu beobachten sein, inwieweit Ronnie O’Sullivan in diesem Jahr an Erfolge aus alten Zeiten anknüpfen kann. Den World Grand Prix konnte er in dieser Saison schon entscheiden. Dann im November wartet ein weiteres Snooker-Highlight: Die Betway UK Championships in York sind für nicht wenige das Highlight der Saison. Aber auch die China Open versprechen Hochspannung, nicht nur deshalb, weil Snooker im Reich der Mitte inzwischen populärer denn je ist.

Der ewige O’Sullivan

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Ronnie O’Sullivan ist zurück. Der Engländer machte mit seinem Sieg beim diesjährigen World Grand Prix im englischen Preston mal wieder allen Kritikern und Nörglern klar, dass mit ihm noch immer zu rechnen ist. Schlicht und einfach souverän war sein 10:3 Finalsieg gegen den Chinesen Ding Junhui im Finale von Preston. Für O’Sullivan war es der 32. Titel seiner Karriere. Damit ist er nun seit 25 Jahren auf einem Weltklasseniveau in seinem Sport unterwegs. Eine Leistung, die ihresgleichen vor allem im Bezug auf andere Sportarten sucht. Und O’Sullivan hat nicht nur einfach gewonnen: Experten sind sich einig, dass der Engländer sein Spiel weiter verbessert hat und im Augenblick auf einem nie gekannten Niveau unterwegs ist. O’ Sullivan machte einmal mehr klar, dass er den Sport verstanden hat wie kaum ein Zweiter und das geht weit über die Kenntnis der Regeln selbst hinaus. Die Chance auf eine Revanche hat Ding spätestens Anfang April, wenn er mit Heimvorteil bei den China Open in Peking antritt. Der Rückhalt von vielen Anhängern dürfte ihm sicher sein, gehört Ding in seiner Heimat mittlerweile doch zu den populärsten Sportlern. 2017 warf der Weltranglistendritte bei der Snooker Weltmeisterschaft sogar O’Sullivan aus dem Turnier und besiegte laut der SZ damit ein persönliches Trauma.

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Gelingt Selby das WM-Triple?

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Der dominierende Mann bei den Weltmeisterschaften war in den vergangenen Jahren Mark Selby. Zweimal hintereinander konnte er sich mit dem Weltmeistertitel krönen. Im Jahr 2017 schlug Selby im Finale John Higgins mit 18:15. Dabei war Higgins in einem hochklassigen Finale bereits mit 10:4 in Führung gelegen. Doch Selby gelang die Aufholjagd, er war erst der vierte Spieler überhaupt, der seinen Weltmeistertitel verteidigen konnte. Dass Mark Selby bei der Weltmeisterschaft 2018 erneut die Titelverteidigung gelingt, ist nicht ausgeschlossen. Stand 1. März bietet der Wettanbieter Betway eine Quote von 4,00 auf die erneute Titelverteidigung. Ein wenig schade ist, dass Deutschland noch keinen Weltklassespieler im Snooker hervorbringen konnte. Das könnte auch daran liegen, dass hierzulande Billard etwas populärer ist als das Spiel am großen Tisch. Das zeigte unter anderen die Tatsache, dass 2017 die Europameisterschaften in Brandenburg stattfanden. Auch die Anzahl der nationalen Ligen im Billard ist deutlich höher als jene der Snookerligen in Deutschland. Die erste Bundesliga ist durchaus hochkarätig besetzt, die Teams reisen für ihre Spiele durch die gesamte Republik. Auch wenn es Snooker noch nicht mit Billard aufnehmen kann: Das Interesse daran ist auch in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Für alle die jetzt auf den Geschmack gekommen sind: Snooker Queues gibt es in allen Preisklassen, Einsteigermodelle etwa bei snookerservice-shop.de sind durchaus erschwinglich.

Ein Beitrag geteilt von Snooker_Daily (@snooker_daily) am Okt 30, 2017 um 12:03 PDT 

O’Sullivan ist Titelverteidiger in York

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Im November wartet dann noch einmal ein weiteres Highlight auf alle Snookerfans. Die Betway UK Championships in York warten mit einer historischen Spielstätte auf. Teilnehmen werden auch hier wieder die besten Snookerprofis der Welt. Im vergangenen Jahr war Weltmeister Mark Shelby auch zu den UK Championships als Titelverteidiger angereist. Doch noch in der Vorrunde musste er sich Scott Donaldson mit 3:6 geschlagen geben und die Heimreise antreten. Den Titel schnappte sich einmal mehr Ronny O’Sullivan. Ein 10:5 im Endspiel gegen Landsmann John Murphy sicherte ihm den Titel. Es war sein bislang vorletzter Titelgewinn und damit der Turniersieg Nummer 31 seiner Karriere. Logisch, dass der exzentrische Engländer auch in diesem Jahr wieder zu den Titelaspiranten gehört. Auch Ding Junhui ist auf Wiedergutmachung aus, nachdem er im vergangenen Jahr schon in der zweiten Runde gegen den Weltranglisten-127 Leo Fernandez die Segel streichen musste. Für die Großbritannien war das Turnier im vergangenen Jahr dagegen ein Erfolg: Zum ersten Mal überhaupt kamen alle Viertelfinalisten von der Insel. 

Ein Beitrag geteilt von Ding Junhui ??? (@ding_junhui) am Apr 30, 2016 um 5:18 PDT