Oder auch Karambol, Carambol oder Carambolage ist eine der klassischen Disziplinen und wird schon seit mehr als 100 Jahren gespielt. Karambol, das sind Tische ohne Löcher, also nur mit Bande außen herum, unterschiedet sich in sehr viele verschiedene Varianten. Die gängigsten sind hier aufgeführt.

Freie Partie

Icons58Die Grundform des Billardspiels ist die Freie Partie. Gespielt wird mit drei Bällen, zwei weißen und einem roten. Jeder Spieler hat einen weißen Ball als seinen Spielball. Damit es für die Zuschauer einfacher ist die Partei zu verfolgen, wird heute oft mit einem weißen, einem gelben und einem roten Ball gespielt. Mit dem Spielball gilt es, den roten Ball und den gegnerischen Ball in einem Stoß zu treffen. Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Gelingt dies, so spricht man von einer Karambolage. Es kann auf dem ganzen Billard karamboliert werden mit Ausnahme der Eckfelder. Befinden sich die beiden zu treffenden Bälle in einem Eckfeld, so darf eine Karambolage gemacht werden. Danach muss das Eckfeld wieder verlassen werden. Nur in der freien Partie gilt, dass bei Pressball die Anfangsstellung wieder aufgebaut werden muss. Der Spieler, der eine Karambolage erfolgreich abgeschlossen hat, darf weiterspielen.

Dreiband

Icons55Bei dieser Disziplin muss der Spielball mindestens drei Banden berühren, bevor der gegnerische Ball oder der rote Ball berührt wird. Das kann erfolgen, indem zuerst Bande, Ball, Ball oder Ball, Bande, Ball berührt werden. Geschieht dies nicht, handelt es sich um einen Fehler. Solange kein Fehler gemacht wird, darf der Spieler, der am Billard ist, weiterspielen. Beim Dreiband ist die Spielfläche von jeglicher einschränkenden Markierung befreit. Liegt der Spielband press an einer Bande, darf der Spieler nicht direkt über diese Bande spielen. Liegen zwei Bälle press, kann die Ausgangsstellung aufgebaut werden. Der Spieler kann aber auch Vorbande spielen oder den nicht press liegenden Ball zuerst anspielen. Auch ein Anspielen des press liegenden Balles mittels Kopfstoß ist erlaubt unter der Bedingung, dass der press liegenden Ball nicht bewegt wird. Solange ein Spieler keinen Fehler macht, darf er weiterspielen.

Einband

Icons56Bei dieser Disziplin muss der Spielball mindestens eine Bande berühren, bevor der gegnerische Ball oder der rote Ball berührt wird. Das kann erfolgen, indem zuerst Bande, Ball, Ball oder Ball, Bande, Ball berührt werden. Geschieht dies nicht, handelt es sich um einen Fehler. Solange kein Fehler gemacht wird, darf der Spieler, der am Billard ist, weiterspielen. Beim Einband ist die Spielfläche von jeglicher einschränkenden Markierung befreit. Liegt der Spielband press an einer Bande, darf der Spieler nicht direkt über diese Bande spielen. Liegen zwei Bälle press, kann die Ausgangsstellung aufgebaut werden. Der Spieler kann aber auch Vorbande spielen oder den nicht press liegenden Ball zuerst anspielen. Auch ein Anspielen des press liegenden Balles mittels Kopfstoß ist erlaubt unter der Bedingung, dass der press liegenden Ball nicht bewegt wird. Solange ein Spieler keinen Fehler macht, darf er weiterspielen.

Cadre

Icons57Bei allen Cadre-Disziplinen wird das Billard mit feinen Kreidestrichen in Felder unterteilt. Diese Felder werden Cadre genannt und bilden die Sperrzonen. Beim Cadre 47/2 und 47/1 wird die Spielfläche in neun Felder eingeteilt. Sechs der Felder sind quadratisch, drei Felder sind rechteckig. Beim kleinen Turnierbillard heißt die Disziplin 35/2. Die Zahl vor dem Schrägstrich zeigt den Abstand der Linien von der Bande an, die Zahl dahinter die in einem Feld erlaubten Karambolagen. Beim Großcadre, dem 71/2, wird die Spielfläche in sechs Felder unterteilt, zwei Rechtecken und vier Quadraten. Am kleinen Turnierbillard ist die Bezeichnung 52/2. Beim Cadre mit zwei Stößen hat der Spieler nicht das Recht, im Verlauf einer Aufnahme nacheinander zwei Karambolagen in ein und demselben Cadrefeld auszuführen, ohne dass beim zweiten Stoß mindestens der gegnerische oder der rote Ball aus diesem hinausbefördert werden.